Bei der Kalibrierung wird ein Gerät an mehreren Messpunkten über seinen Betriebsbereich getestet. Ein Servicetechniker von METTLER TOLEDO prüft Abweichungen sorgfältig, um sicherzustellen, dass das Gerät innerhalb akzeptabler Toleranzen arbeitet. Diese Abweichungen können sich ergeben aus:
- Normalem Verschleiß
- Missbrauch oder falscher Handhabung
- Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit
- Elektrischen Interferenzen
Die Kalibrierungspläne werden durch eine Risikobewertung unter Berücksichtigung von Faktoren wie Kritikalität des Geräts, Nutzungshäufigkeit und behördlichen Anforderungen festgelegt. Hochriskante Instrumente oder Instrumente, die in kritischen Prozessen eingesetzt werden, erfordern oft eine häufigere Kalibrierung, um die Messintegrität zu erhalten.
Zu den Kalibrierungsschritten gehören:
- As-Found-Kalibrierung: Wird vor der Wartung durchgeführt, um die anfängliche Genauigkeit zu dokumentieren
- Justierung (falls erforderlich): Korrekturen werden vorgenommen, wenn das Instrument außerhalb der Toleranz liegt
- As-Left-Kalibrierung: Wird nach Wartung und möglichen Anpassungen durchgeführt, um zu überprüfen, ob das Gerät den Spezifikationen entspricht
Eine regelmäßige Kalibrierung ist für die Qualitätskontrolle von entscheidender Bedeutung. Es gewährleistet eine kontinuierliche Messgenauigkeit und die Einhaltung der Internationalen Organisation für Normung (ISO), der Guten Herstellungspraxis (GMP) und verschiedener Arzneibuchnormen. Durch die proaktive Kalibrierung von Instrumenten vermeiden Labore kostspielige Fehler, Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften und unzuverlässige Daten.
Wenn die Abweichungen akzeptable Toleranzen überschreiten, können Anpassungen erforderlich sein, um das Gerät wieder in den konformen Zustand zu bringen.