In jedem qualitätsorientierten Umfeld ist die Rückverfolgbarkeit von Messungen nicht optional, sondern wird erwartet. Unabhängig davon, ob es sich um externe Aufsichtsbehörden oder interne Standards handelt, müssen Laboratorien nachweisen können, dass die zur Ergebnisgenerierung verwendeten Instrumente für den vorgesehenen Gebrauch geeignet sind. Diese Sicherheit beginnt mit der Kalibrierung.
Die Kalibrierung verbindet Laborergebnisse mit internationalen Referenzsystemen wie SI, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse rückverfolgbar und genau sind. Es ist ein Eckpfeiler der Compliance in einer Vielzahl von Sektoren:
Good Manufacturing Practice (GMP) – stellt sicher, dass Qualität in den Herstellungsprozess integriert wird. Die Kalibrierung stellt sicher, dass die Geräte die Leistungserwartungen erfüllen und dass die Daten den ALCOA++-Prinzipien entsprechen
OECD Principles of Good Laboratory Practice (GLP) – schreibt vor, dass alle in Studien verwendeten Geräte gemäß schriftlichen Verfahren kalibriert, inspiziert und gewartet werden müssen.
ISO/IEC 17025– definiert die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien in allen Branchen. Sie verlangt, dass die Kalibrierung unter Verwendung rückführbarer Standards durchgeführt wird und dass der Anbieter für die Erbringung dieser Dienstleistungen akkreditiert ist. Dies stellt sowohl die Validität der Ergebnisse als auch die Kompetenz des Dienstleisters sicher.
ISO 22000, IFS und BRCGS – Lebensmittelstandards gewährleisten die Sicherheit von Produkten durch validierte Überwachungsverfahren. Kalibrierte Instrumente sind für die Überwachung kritischer Kontrollpunkte und den Nachweis der Produktsicherheit in der gesamten Lieferkette erforderlich.
Arzneibücher (USP, Ph.EUR., JP, etc.) – Laboratorien, die an der Qualitätskontrolle, der Arzneimittelentwicklung oder Freigabetests beteiligt sind, müssen Methoden anwenden, die kalibrierte Instrumente erfordern, oft mit spezifischen Toleranzen und Erwartungen an die Rückverfolgbarkeit.
Auch in der akademischen und industriellen Forschung ist die Kalibrierung wichtig. Da große Unternehmen zunehmend Tests auslagern oder Produkte gemeinsam mit Universitäten entwickeln, müssen diese akademischen Einrichtungen die gleichen Rückverfolgbarkeits- und Dokumentationsstandards erfüllen wie ihre Pendants in der Industrie. Unabhängig davon, ob es sich um die Generierung von Daten für behördliche Einreichungen, die Produktentwicklung oder Peer-Review-Forschung handelt, müssen Institutionen nachweisen, dass die Ergebnisse reproduzierbar und valide sind und mit kalibrierten Instrumenten gemessen werden.
Bei der Kalibrierung geht es nicht nur darum, Audits zu bestehen - es geht darum, sicherzustellen, dass das, was Sie heute messen, morgen in einem anderen Labor oder vor einer Aufsichtsbehörde vertrauenswürdig ist.