Siebversuch

Digitalisierung und Automatisierung der Bestimmung von Arbeitsabläufen bei der Korngrößenverteilung

Die Siebanalyse oder ein Gradationstest ist eine wichtige Methode, um die Korngrößenverteilung von körnigem Material zu beurteilen. Die Partikelgröße beeinflusst Materialeigenschaften wie Fließ- und Förderverhalten (bei Schüttgütern), Reaktivität, Abrasivität, Löslichkeit, Extraktions- und Reaktionsverhalten, Geschmack, Kompressibilität und vieles mehr. Die Bestimmung der Partikelgröße ist daher für eine Vielzahl von Industriezweigen, wie z. B. Lebensmittel, Bau, Kunststoffe, Kosmetik und Pharmazie, unerlässlich, um die Verfahrenstechnik zu optimieren und die Qualität und Sicherheit von Endprodukten zu gewährleisten.

Zur Messung der Partikelgrößenverteilung können je nach Probenmaterial, zu erwartenden Partikelgrößen und Umfang der Untersuchung unterschiedliche Methoden und Verfahren angewendet werden. Dazu gehören die direkte Bildanalyse, entweder statisch (SIA) oder dynamisch (DIA), die statische Lichtstreuung (SLS), auch Laserbeugung (LD) genannt, die dynamische Lichtstreuung (DLS) und die Siebanalyse. Die Siebanalyse ist die traditionelle und am häufigsten verwendete Methode zur Messung der Partikelgrößenverteilung.

Warum das Wägen von Sieben wichtig ist

Zu den Vorteilen der Siebanalyse gehören, dass sie einfach zu bedienen ist, minimale Investitionskosten erfordert, genaue und reproduzierbare Ergebnisse in vergleichsweise kurzer Zeit liefert und die Möglichkeit bietet, Partikelgrößenfraktionen zu trennen. Das Verfahren der Siebanalyse durch Differenzsiebverwiegung ist ein langwieriger und fehleranfälliger Prozess. Die Verwendung einer genauen Waage mit komfortablen Funktionen und digitalem Datenmanagement kann sich schnell auszahlen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist die empfohlene Probengröße für die Siebanalyse?

Bei Siebanalyse-Experimenten besteht oft die Tendenz, zu große Proben zu verwenden, da davon ausgegangen wird, dass die Testergebnisse dadurch genauer werden. Dies beeinträchtigt jedoch die Genauigkeit des Ergebnisses, da jedes einzelne Partikel nicht die Möglichkeit hat, sich auf der Oberfläche des Analysesiebs zu präsentieren. Im Allgemeinen wird eine Probe von 25–100 g empfohlen. Es gibt ein Verfahren, mit dessen Hilfe die geeignete Probengröße ermittelt werden kann, indem die Probe mit einem Probenteiler auf verschiedene Gewichte (25 g, 50 g, 100 g, 200 g) zerkleinert wird und Proben in den verschiedenen Gewichtsbereichen getestet werden. Wenn der Test mit einer 50-g-Probe ungefähr den gleichen Prozentsatz zeigt, der das feine Sieb passiert wie eine 25-g-Probe, während eine 100-g-Probe einen viel geringeren Prozentsatz aufweist, deutet dies darauf hin, dass die 50-g-Probe die geeignete Probengröße hat.

Was ist der Unterschied zwischen den Siebdurchmessern in ASTM-Normen vs. ISO/BS-Normen?

In den ASTM-Normen werden die Siebdurchmesser in Zoll gemessen, während in den ISO/BS-Normen Millimeter verwendet werden. Es gibt einen geringfügigen Unterschied zwischen 8 Zoll und 200 mm oder 12 Zoll und 300 mm Durchmesser. In Wirklichkeit entsprechen 8 Zoll 203 mm und 12 Zoll 305 mm. Daher können Analysensiebe mit einem Durchmesser von 8 Zoll und 200 mm nicht verschachtelt werden, ebenso wenig wie Analysensiebe mit einem Durchmesser von 12 Zoll und 300 mm.

Was sind die Unterschiede zwischen Maschenzahlen und Drahtabständen in ASTM-Normen vs. ISO/BS-Normen?

Die Maschenzahl stellt die Anzahl der Drähte pro Zoll (25,4 mm) dar. Drahtgeflechtsiebe werden entweder nach Maschenzahl oder nach dem Drahtabstand verkauft. Die amerikanischen ASTM-Normen verwenden Maschenzahlen, während ISO/BS International und britische Normen tendenziell Drahtabstände verwenden.

Wie wirkt sich die Luftfeuchtigkeit im Labor auf die Siebanalyse aus?

Bei sehr trockenen Bedingungen können feine Pulver sowohl an den Siebkomponenten als auch aneinander haften, was zu starken elektrostatischen Aufladungen führt. Idealerweise sollte die relative Luftfeuchtigkeit (% RH) zwischen 45 % und 60 % liegen. 

Was sind die Vorteile der Siebanalyse gegenüber alternativen Techniken, wie z.B. Bildanalysemethoden?

Zu den Vorteilen der Siebanalyse zählen die geringen Investitionskosten, die einfache Handhabung, präzise und reproduzierbare Ergebnisse in relativ kurzer Zeit und die Möglichkeit, die Partikelgrößenfraktionen zu trennen. Daher wird dieses Verfahren häufig anstelle von Verfahren mit Laserlicht oder Bildverarbeitung verwendet.

Was sind die Grenzen der Siebanalyse?

Eine Einschränkung ist die Anzahl der erreichbaren Größenfraktionen, was die Auflösung einschränkt. Ein Standard-Siebstapel besteht aus maximal 8 Sieben, was bedeutet, dass die Partikelgrößenverteilung auf nur 8 Datenpunkten basiert. Weitere Einschränkungen sind, dass diese Technik nur mit trockenen Partikeln funktioniert, die Mindestgrenze für die Messung bei 50 μm liegt und die Methode ziemlich zeitaufwändig sein kann.

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