Was sind die wichtigsten Vorteile der Modernisierung eines Labors mit vernetzten Tools?
Tobias Pfister: Hinzu kommen die wachsenden Anforderungen an Regulierung und Compliance, die wichtige Faktoren sind. Regulierungsbehörden, insbesondere in der Pharma- und Biopharmaindustrie, verlangen zunehmend digitale Aufzeichnungen. Sie erkennen, dass papierbasierte Systeme eine Schwäche sind; Fehler oder Verfälschungen passieren leicht bei Papier und nicht angeschlossenen Instrumenten. Die Digitalisierung hilft also, diese Schwachstellen zu schließen.
Als Nächstes kommt das Wissensmanagement. Effektives Wissensmanagement erreichen Sie nur, wenn Sie über ein digitalisiertes Labor verfügen. Es geht nicht nur darum, Daten oder Informationen zu haben; Es geht darum, diese Daten auf die Ebene des umsetzbaren Wissens zu heben. Dies kann nur über Dashboards oder ähnliche Tools erfolgen, die Daten visualisieren und analysieren. Um dorthin zu gelangen, müssen alle Ihre Daten von Anfang an durch ein digitales System fließen.
Dann gibt es noch den Aspekt besserer Arbeitsweisen. Die digitale Transformation ermöglicht es Ihnen, effizienter zu arbeiten. Sie müssen sich nicht mit Papierdokumenten, ständigen Doppelprüfungen und administrativem Aufwand herumschlagen. Stattdessen können Sie sich auf die Wissenschaft konzentrieren, da die Instrumente einen Großteil der prozeduralen Dinge für Sie erledigen. Es entspricht wirklich der Art und Weise, wie Menschen heute arbeiten wollen – effizienter und effektiver.
Und schließlich geht es bei der Modernisierung Ihres Labors darum, zukunftssicher zu sein. Digitale Tools sind skalierbar und anpassungsfähig, was bedeutet, dass Ihr Labor bereit ist, wachsende Datenmengen zu bewältigen und neue Technologien nahtlos zu integrieren. Dies stellt sicher, dass Ihr Labor auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung bleibt und sich leicht an zukünftige Fortschritte anpassen kann.
Wie unterscheiden sich vernetzte Werkzeuge in Bezug auf Funktionalität und Effizienz von herkömmlichen Laborgeräten?
Gunnar Danielson: Es sind also so ziemlich die gleichen Instrumente und Werkzeuge, an die Sie gewöhnt sind. Der Hauptunterschied besteht darin, dass diese Instrumente mit anderen Systemen verbunden werden können, was sie digital nativ macht. Was Sie wirklich wollen, ist, von Anfang an digital zu starten. Wenn Sie Daten digital erfassen, stehen sie sofort in vollständiger Form zur Verfügung.
All diese Daten werden über den gesamten Lebenszyklus weitergegeben, von einem Schritt zum nächsten. Sie verbinden im Wesentlichen all diese isolierten "Inseln" durch die Digitalisierung.
Im Idealfall sollten Sie in der Lage sein, direkt mit Ihrem Instrument zu arbeiten, ohne einen Computer, ein Tablet oder ein Mobiltelefon direkt daneben zu benötigen. Manchmal kann die Digitalisierung Ihre Prozesse sogar verlangsamen, weil Sie diesen Knopf drücken, das Ding auf einem Tablet aufzeichnen oder etwas auf einem Laptop anmelden müssen.
Das beste Szenario ist, wenn Sie einfach mit Ihrem Instrument arbeiten und alle Ihre Daten digital gespeichert und nahtlos im Hintergrund in das digitale Ökosystem übertragen werden.